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Alessandro Alessandroni
born: 18.03.1925 in Rom
died: 26.03.2017 in Rom
Biography

Sein Pfeiffen kennt jeder Western- und/oder Spencer/Hill-Fan. Wenn Terence Hill auf der Pritsche liegend ins Bild geritten kommt und dazu Franco Micalizzis Trinity-Thema gepfiffen wird, dann hören wir das markante Pfeiffen von Alessandro Alessandroni. Das war 1971 und in den Kinos lief mit großem Erfolg Die rechte und die linke Hand des Teufels. Zu dieser Zeit war Alessandroni im Genre des Italowestern allerdings längst ein bekannter Mann. Sein markantes Pfeiffen war zuvor schon in der Musik zu Für eine Handvoll Dollar, Für ein paar Dollar mehr und Spiel mir das Lied vom Tod zu hören, meisterhaft eingesetzt von Ennio Morricone, der über Alessandroni sagt "Er kann so pfeiffen, als ob er ein Musikinstrument wie jedes andere spielen würde. Eines ist sicher, ohne den Sound dieses Pfeiffens wären die Filme nicht das was sie sind."

Alessandro Alessandroni wird am 18. März 1925 geboren. Er wächst in der kleinen Stadt Soriano nel Cimino auf, etwa 80 Kilometer nördlich von Rom gelegen, wo seine Eltern einen Frisörsalon betreiben. Hier entdeckt der junge Alessandro auch seine Liebe zu der Musik, denn in dem Salon gab es auch einige Musikinstrumente, wie z.B. eine Gitarre oder eine Mandoline. Mit Hilfe eines Gitarre spielenden Freundes lernt Alessandro die Grundakkorde. Mit 13 kauft er sich die erste Mandoline und verbringt sehr viel Zeit mit klassischer Musik. Schon bald spielt er die Mandoline wie im Schlaf. In seinen letzten Schuljahren gründet er seine erste Band und spielt auf Tanzveranstaltungen. Er lässt sich von vielen Musikrichtungen inspirieren und springt in dieser Zeit von einem Einfluss zum anderen. Und er lernt weitere Musikinstrumente zu spielen, allen voran die Gitarre, aber auch Klavier, Akkordeon, Bass, Saxophon und Keyboard. Darüber hinaus entdeckt er sein Talent zu Pfeiffen, was er schon früh in seine Auftritte mit einbaut. Er tourt in dieser Zeit durch Europa, wo er in verschiedenen Clubs Klavier spielt und singt. Nach seiner Rückkehr nach Italien singt er zunächst im Quartett "I 2 + 2 di Nora Orlandi", bevor er sein eigenes Gesangsquartett "I 4 caravels" gründet. Es folgen Auftritte in der populären italienischen TV-Show "Canzonissima". Sein Jugendfreund Ennio Morricone bietet ihm schließlich an an der Filmmusik zu Sergio Leones "Für eine Handvoll Dollar" mitzuarbeiten. Sein markantes Pfeiffen wird daraufhin zum Erkennungszeichen einer ganzen Reihe italienischer Western. Sein Gesangsquartett hat Alessandroni in der Zwischenzeit zu einem 16 Personen umfassenden Chor aufgestockt, den er nun "I Cantori Moderni" (Die modernen Sänger) nennt. Und auch wenn Alessandroni und sein Chor oft in Werken anderer Komponisten zu hören sind, so komponiert Alessandroni auch selbst viele Filmmusiken, z.B. zu Leg ihn um, Django, Dicke Luft in Sacramento oder Trinity goes East. Spencer/Hill-Fans hören sein Pfeiffen schließlich im Jahre 1991 noch einmal, dieses Mal im Soundtrack zu Lucky Luke. Kurz vor seinem Tod im Jahr 2017 pfiff er dann noch ein weiteres Mal für Terence Hill. Sein Pfeiffen ist in Franco Micalizzis Titelsong für Mein Name ist Thomas zu hören.

Offizielle Webseite:
www.alessandroni.com (englisch)

Additional links
Alessandro Alessandroni at cinema-italiano Database


Filmography
Music
Year Title Comment
1990 Lucky LukeSolo whistler
1991 Lucky Luke - Who is Mr. Joseph'sFischio solista
1991 Lucky Luke - Midsummer in Daisy TownFischio solista
1991 Lucky Luke - Ghost TrainFischio solista
1991 Lucky Luke - Ma DaltonFischio solista
1991 Lucky Luke - Cafe OléFischio solista
1991 Lucky Luke - Luke's FiancéeFischio solista
1991 Lucky Luke - Grand DelusionsFischio solista
1991 Lucky Luke - Nobody's FoolFischio solista
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