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Niranjana Adelberger
Niranjana Martina Adelberger
geboren: 09.05.1963 in Köln
Biografie

Niranjana Adelberger erzählte die Geschichte von ihrer Begegnung mit Bud Spencer in mehreren Kapiteln im Forum von spencerhill.de. Damit der Text dort nicht im Laufe der Zeit untergeht, haben wir ihn hier nochmal zusammen gefasst:

Ich war 26 und eigentlich hatte ich mein Bud Spencer-Fieber überwunden. :-) Als Kind hatte ich alle Wände mit ihm tapeziert und hab mir die Bravo gekauft, weil es dort ein klitzekleines Foto von ihm gab, das ich natürlich fein säuberlich in meine Sammlung klebte. Die Hoffnung, *vorher* zu wissen, wann er wo sein würde, hatte ich längst aufgegeben.
Da legte mir im Büro meine Arbeitskollegin einen Zeitungsausschnitt vor die Nase. "Hier schau mal, Bud Spencer." Das ich Bud Spencer - Fan *war* weiß jeder. Auch heute noch. Das ist wie ein Kapitel meines Lebens, das bis heute reicht, wenngleich ich auch wesentlich gelassener damit bin. :-)
Ja, und da stand es. Bud Spencer dreht mit dem ZDF eine Fernsehserie mit dem Namen Big Man und die Dreharbeiten sind in vollem Gange. Zur Zeit in München. Bis zum 10. Mai. (Glaube ich, jedenfalls gab es eine Deadline, und die betraf noch eine Woche.)
Ja, und da hatte es - oder besser gesagt *er* - mich wieder. Von jetzt auf gleich wurde ich von einem Schlag getroffen, und mein großer Kindheitstraum nahm wieder Gestalt an! Einmal Bud Spencer life sehen. Vor ihm stehen. Ihn irgendwie erleben. Das hatte ich mir immer gewünscht.
Ich rief also kuzerhand beim ZDF an und fragte, ob die mir sagen könnten, in welchem Hotel in München er denn zu finden sei. Nein, das dürften sie nicht preisgeben. Warum nur war ich nicht überrascht? :-) Jedenfalls gab ich nicht gleich auf und bohrte weiter, nach den Drehorten, nach Plätzen, wo er sein könnte und irgendwann sagte dann der Mensch: "Warum bewerben Sie sich denn nicht als Komparse?" Nachdem ich mir hab erklären lassen, was das denn sein solle, legte er mir nahe, ein Bewerbungsschreiben zu verfasssen, mit Paßfoto und dem Grund für meinen Wunsch, als Komparse teilzunehmen. Ich ließ mir also die Adresse geben und schrieb udn schickte ab. Schließlich hatte ich ja nicht mehr sooo viel Zeit, nicht wahr?
Als ich nach drei Tagen nichts hörte, rief ich erneut an. Man sagte mir am Telefon, tja, tut uns leid, aber Bud Spencer sei nur noch zwei Tage da, und dann gings ab nach Wien. Ich: "Dann geben Sie mir bitte die Telefonnummer von Wien, wo ich mich als Komparse anmelden kann." Ich rief also flugs in Wien an und fragte, ob ich als Komparse mitmachen könne. Herr Fuchs, ein äußerst freundlicher Geselle, meinte: "Also jemand, der von Köln nach Wien kommen will, um Bud Spencer zu sehen, den nehmen wir natürlich auch als Komparsen." Telefonische Abmachung, hat mir auch gereicht, ich also zum Chef und nach Urlaub gefragt. Der mußte ja jetzt auch SOFORT her. Und wie das Leben manchmal Dinge unterstützt, erlaubte er mir den Urlaub. :-) Ein sehr guter Freund von mir mußte geschäftlich nach München, und ich klinkte mich flugs in sein Auto ein. :-) Auch dies ein ungeheurer *ZUFALL*, nicht wahr? Wir sind also gleich am nächsten Tag los, wir würden Freitag da sein, Montag würde er in Wien sein und ich hoffte, ihn vielleicht an dem WE noch in München zu sehen, irgendwie. Hotelinfos hatte ich ja nicht, in München kannten wir uns nicht aus, aber Dieter hatte einen Termin an einer bestimmten Adresse und alles andere würde sich ergeben oder nicht. Zur Not hatte ich ja noch Wien. Wie ich da hinkommen sollte, wußte ich noch nicht, aber erst mal egal.
Wir fuhren also los und kamen des Abends in München an. Dieter meinte, wir müssen jetzt erst mal für ein Hotelzimmer sorgen, sonst müssten wir wohl im Auto übernachten. Ich jedoch war der Meinung, daß ich jetzt erst mal herausfinden müsse, in welchem Hotel Bud Spencer abgestiegen ist, und ich war wohl so überzeugend, daß Dieter sich hat breitschlagen lassen, mit mir das Hilton Hotel zu suchen, da ich überzeugt war, er wäre dort abgestiegen. Nach einer Weile Rundfahrt und Rumfragen kamen wir dann auch dort an. An der Rezeption bekam ich jedoch die enttäuschte Aussage, Bud Spencer sei diesmal nicht hier abgestiegen, das würde er sonst immer tun, aber dieses mal wäre er nicht da.
Na toll! Jetzt wurde Dieter ungemütlich und versuchte sich in Bezug auf Hotelzimmersuche durchzusetzen. Ich gab nach, es war schon dunkel und es war vernünftig.
Wir kurvten also weiterhin durch die Gegend, nicht wissend, wo lang überhaupt, als wir um eine Ecke bogen und ein Riesenbau sich vor uns auftat. Das SHERATON Hotel! Ich brüllte nur noch los, wir müssen dahin, wir müssen dahin, da ist er drin, da ist er drin! Nein - Hotelsuche! Nein, jetzt erst mal Sheraton.
Nagut, weil wir eh grad da waren, dann eben zum Parkplatz und rein ins Hotel.
Ich frage also an der Rezpetion: "Ist zufällig Bud Spencer hier?"
Die Rezeptionistin lächelte ganz freundlich und sagte: "Ja."
Ich schrie sie an: "Jaaaaaa???????? Ach! Ach! Und? Hat er irgendwie einen Extra-Eingang, den er benutzt?"
Sie sagte: "Nein. Der kommt ganz normal durch den Haupteingang. Der geht auch ganz normal bei uns im Restaurant essen."
Ich: "Wirklich????????" Hektisch drehte ich mich um und wieder zurück und wieder um.
Sie lachte und sagte: "Wissen Sie was? Setzen Sie sich doch in unser Cafe und warten Sie eine Weile. Es wird nicht mehr lange dauern, dann kommt er mit seinem Filmteam herunter, wahrscheinlich gehen sie dann in unserem Restaurant essen. Manchmal jedoch gehen sie auch außerhalb essen."
Ich war wie vom Donner gerührt. Er war so greifbar nahe, daß ich dachte, ich kann nur träumen. Das ist alles nicht wahr!
Dieter verdrehte schon die Augen und sah ein, daß jetzt an Hotelsuche nicht mehr zu denken war. Der arme Kerl, war ja nun kein Bud Spencer-Fan *lach - und hatte geschäftlich zu tun. Aber ich war getrieben, mich konnte nichts mehr halten.
Wir gingen also in den Cafe-Bereich.
Das muß man sich jetzt so vorstellen, Haupteingang in der Mitte, längerer Gang direkt auf die Rezeption zu, rechts davon Fahrstühle zu den Hotelzimmern, links davon geschützt hinter Palmenbäumchen und sonstigen Pflanzen der Cafe-Bereich.
Wir saßen also nun hinter Pflanzen und ich schaute durch die Blätter von mir aus rechts auf den Haupt-Eingang, weil ich glaubte, er müsse nun von dort reinkommen. Geradeaus durch die Blätter hätte ich die Aufzüge gesehen und links von mir die Rezpetion, die ich ja auch im Auge behalten mußte, falls er kommt und sie mir winkt.
Wir bestellten also etwas zu trinken, ich einen Kakao, das weiß ich noch. Und aufgeregt wie ich war, erzählte ich der Kellnerin auch prompt, daß ich auf Bud Spencer warte.
Sie war dann plötzlich ganz im Element, und fing an zu schwärmen: "Ach! Der Bud Spencer! DAS ist ein netter Mann. Der ist GENAUUUU wie man sich den im Film vorstellt! So gemütlich, und nett, und lustig, und ganz normal. Ich habe ihn schon oft bedient. Ja, und der kommt immer jetzt so um die Zeit herunter, dann geht er im Restaurant essen, oder außerhalb. Die treffen sich meist da vorne (zeigte hinter die Pflanzen). Passen Sie auf, wenn die kommen, ich kenne ja die Filmleute, dann sag ich Ihnen Bescheid!"
(Gott - ich muß immer noch lachen, wenn ich dran denke, mein Gott. Sie war voll begeistert! Und ich war so aufgeregt, daß ich dachte, mir platzt das Herz aus der Brust.)
Es dauerte dann noch eine Weile, vielleicht eine Stunde ungefähr, dann kam sie zu mir und sagte: "Schauen Sie. Der da vorne, der gehört schon zum Filmteam. Die versammeln sich jetzt langsam, Bud Spencer kommt auch gleich."
Der arme Dieter, er versuchte, sich die langweilige Zeit mit Gesprächen zu vertreiben, ich folgte den Gesprächen auch, aber anschauen konnte ich ihn ja nicht. Ich mußte ja den Haupteingang, die Rezeption und überhaupt all das Geschehen hinter diesen Pflanzen im Auge behalten. Er könnte mir ja entwischen!
Dann sah ich plötzlich zwischen den Blättern eine sehr breite Gestalt näher kommen. Ich konnte nur den Brustkorb erkennen, aber bei der Statur lag es nah. Ich starrte also gebannt auf die Gestalt, hinter den Blättern enthüllte sich ein Bart! Und langsam und langsam enthüllte sich das dazugehörige Gesicht, eine kleine Brille zierte es. Und da sah ich ihn. Mein Herz setze aus, ich atmete nicht mehr, meine Augen waren aufgerissen, ich saß da wie versteinert. Da stand er nun. Mein Held!
Der, der mich durch meine ganze Kindheit begleitet hatte, der mit dessen Gesicht ich eingeschlafen war und mit dessen Gesicht ich wach geworden war, dessen Name mir so vertraut war wie mein Teddy-Bär, dessen Gestalt meine Kinderzimmer-Wände tapeziert hatten, der mich täglich von der Wand aus angeschaut hatte, mit dem ich groß geworden bin. Ich wollte nichts. Ich wollte das nur erst verarbeiten.
Plötzlich kam von hinten eine Hand, riß mich am Arm und zog mich hoch mit den Worten: "Da ist er! Da ist er! Kommen Sie! Kommen Sie! Wir machen ein Foto! Ich fotografiere. Kommen Sie!"
Erschrocken wurde ich vom Sitz hochgezogen, versuchte ich mich, von dem begeisterten Anstrum zu lösen, aber die Dame war so dermaßen in Fahrt, daß ich mich hätte so auffällig wehren müssen, und unangenehm auffallen wollte ich nun schonmal auf gar keinen Fall. Sie zog mich - immer noch erschrocken und überfordert von der Begegnung - hinter sich her, direkt auf ihn zu und sprach zu ihm auf Englisch: "Dies hier ist eine junge Lady, sie ist extra aus Köln gekommen, um Sie zu sehen! Sie möchte gerne eine Foto von Ihnen und ihr zusammen haben, können wir eines machen?"
Dann schob sie mich zu ihm hin und ich dachte nur: gleich fall ich um.
Er schaute auf mich herunter, "Mann, ist DER groß!!!!", lächelte freundlich, nahm mich einfach in den Arm und die Dame ging auf Abstand und machte mich meiner Tesafilmverklebten Ritsch-Ratsch-Klick-Kamera zwei Fotos.
Er verbeugte sich höflich, sagte: "Thank you." und ich sagte auch: "Thank you."
Dann gingen wir wieder weg, ich auf meinen Platz hinter den Pflanzen und schaute nun weiter durch die Blätter.
Was ich da empfunden habe, kann ich kaum beschreiben. Ich war sowas von tieftraurig, ich spürte diese Kluft von tiefer Vertrautheit auf meiner Seite, und totales Nichtkennen auf seiner Seite. Er hatte mich schon längst wieder vergessen, und ich zitterte wie Espenlaub und wollte nichts mehr, als irgendwie bei ihm bleiben. Und da wußte ich: ein Autogramm, ein Foto in zwei Minuten, all das ist es nicht, was ich will. Ich will mehr. Ich will, daß er mich kennt. Ich will, daß er, wenn er mich sieht, weiß, wer ich bin, ich will eine wirkliche Begegnung. Alles andere ist hohl und wertlos und nutzlos. Für MICH.
Das Filmteam machte sich auf nach draußen, es war wohl Essen außerhalb angesagt. Mittlerweile hatten wir 22.30 Uhr, und jetzt war ich auch bereit, nach einem Hotelzimmer zu suchen. :-))
Am nächsten Tag ging Dieter zu seiner geschäftilichen Sache, bot mir an, ihn zu begleiten, aber das war ja nun klar, daß ich das nicht konnte. Ich sagte ihm: wielange auch immer Du brauchst, Du findest mich im Sheraton an derselben Stelle wie gestern.
Ich ließ das Bild in einer Stunde entwickeln und stellte dann fest, daß die aufgeregte Kellnerin gleich die Hälfte von Buds Gesicht abgeschnitten hatte. Naja, es war eigentlich auch egal. Ich hatte ja noch etwas Zeit. Es gab noch das Wochenende, bis Montag in Wien. Vielleicht sogar, dachte ich, müsse ich gar nicht mehr nach Wien. Ein bißchen Bammel hatte ich nämlich schon, da ich ja noch nicht wußte, wie dahinkommen. nagut. Jedenfalls verbrachte ich dann den ganzen Tag im Cafe vom Sheraton Hotel, hatte mir zwar ein Buch mitgenommen, konnte aber nicht lesen, da ich ja *hinter die Pflanzen* schauen mußte, und dies nun wirklich jede Sekunde des Tages.
Nachdem ich also nun 5 Stunden dort gesessen hatte, sah ich ihn die Eingangshalle hereinkommen, mit seinem Filmteam.
Ich dachte nur: "Den kannste jetzt nicht gleich überfallen. Der hatte nen anstrengenden Tag, der muß erst mal hoch ins Zimmer." Mir war zwar klar, daß ich, wenn ich ihn jetzt laufen lasse, möglicherweise nochmal zwei Stunden oder mehr würde warten müssen, aber egal. Ich ließ ihn ziehen. Schaute durch die Blätter......
Zwei Stunden später kam einer vom Filmteam herunter. Setzte sich hinter die Blätter zwei Tische von mir entfernt und bestellte etwas zu trinken. Mein Adrenalinspiegel stieg wieder. 20 Minuten schaute ich verstohlen zu ihm hin und dachte: "Geh hin. Sprich mit ihm. Frag ihn was. Er gehört zu ihm. Geh hin. Geh hin."
Ich stand dann endlich auf und fragte, ob ich mich kurz zu ihm setzen dürfe. Er nickte freundlich und lächelte. Gott sei Dank. Ich stellte ihm ein paar blöde Fragen *lach, sowas wie: " Sie arbeiten ja mit Bud Spencer, nicht wahr?"
Er.: "Ja."
Ich: " Wie ist es so, mit ihm zu arbeiten? "
Er.: " Es ist gut." Und lachte.
Ich: "Was macht Bud Spencer denn jetzt?"
Er: "Der ruft gerade in Rom an, spricht mit seiner Familie. Das tut er jeden Tag."
Ich: "Ja, das habe ich mal gelesen." Und lache.
Ich: "Und was macht Ihr am WE?"
Er: "Bud Spencer wird gleich mit dem Hubschrauber nach Hause fliegen, Er wird jetzt gleich noch mit etwas Presse verabschiedet, der Hoteldirektor kommt noch und dann sind wir in München erst mal fertig. Am Montag sind wir dann in Wien."
Ich: "Ja, ich weiß. Ich komme aus Köln, und ich werde in Wien als Komparse mitarbeiten."
Er: "Ach! Naja, dann sehen wir uns ja in Wien wieder."
Ich: "Ja. Genau. In welchem Hotel seid Ihr denn?"
Er.: "Im Hilton."
Ich: "Ah. Gut zu wissen."
Hinter den Blättern versammelten sich schon ein paar von seinen Leuten und er entschuldigte sich, er müsse sich jetzt zu ihnen gesellen. Ich verabschiedete mich, er stand dann auf, und ich saß wieder an meinem Platz.
Dann sah ich ihn wieder. Bud Spencer wurde an der Rezeption empfangen, Presseleute versammelten sich um ihn und ich dachte: "Gute Gelegenheit. Ich mische mich unauffällig unter die Presse und fotografiere."
Das tat ich dann auch. Er bemerkte mich nicht. Nur ich ihn. So wie das nunmal ist, nicht wahr?
Dann ging er Richtung Ausgang und während er sich so umdrehte, stand ich grad so da, daß er mich einfach in seine Bewegung mit hineinnahm, seinen Arm um mich legte und mit mir Richtung Ausgang ging.
Was sagt DAS über IHN aus!!!! Natürlicher gehts wohl nicht mehr, einfacher gehts wohl nicht mehr, zugewandter gehts wohl nicht mehr. :-)))))) Ich zog blitzschnell das verunglückte Foto heraus und zeigte es ihm. Er machte nur traurig: "Ooooooooh"
Dann fragte ich ihn, ob ich nochmal ein Bild von ihm und mir haben könnte, er sagte: "Natürlich!" Ich winkte also einem von seinem Filmteam, der nahm die Kamera entgegen, wir stellten uns nach draußen unter die Überdachung vom Eingang, und der Mensch machte zwei Fotos. Ich bedankte mich froh, Bud Spencer stieg in sein Auto und winkte mir! Und weg war er wieder! *lach :-))))
Ich hatte das Gefühl: Ja, das war schon mehr als das Gestern. Aber das war es noch nicht. Dieses Gefühl, IHN irgendwie zu berühren, innerlich eine Begegnung herzustellen, das Gefühl hatte sich nicht eingestellt. Ja, er hatte mich in den Arm genommen, das war freundlich, sehr liebevoll, eine Geste der Zugewandtheit seinen Fans gegenüber, aber letztlich hatte es keine Bedeutung. Ich wußte nicht, ob sich das überhaupt jemals einstellen könnte, aber ich war noch nicht fertig. Es war also klar, nach Wien würde ich in jedem Fall noch fahren müssen. Und doch, es war auch so, wenn *es* sich nicht einstellen würde, dieses spezielle Gefühl, das ich mir wünschte, dann wäre dieses eben auch genug. Es war schon sehr wohl eine Begegnung, eine Art äußerlicher Begegnung. Immerhin. :-)
Dieter bot mir plötzlcih an, mich nach Wien zu fahren! Welch ein Glück! Er meinte, er hätte jetzt ein paar Tag noch frei, er könne sich ja die Stadt ein bißchen ansehen, während ich da den ganzen Tag *arbeite*. ;-)
Wir fuhren also nach Wien. Sonntag kamen wir an und machten uns auch direkt auf die Suche nach dem Hotelzimmer. Ich rief Herrn Fuchs an und fragte, wo ich denn morgen hin müsse. Der sagte: am Prater, linker Parkplatz, linkes Zelt, um 8.00 Uhr.
Ich sagte zu Dieter, daß wir jetzt unbedingt gleich den Prater suchen müssten, den linken Parkplatz und das linke Zelt, damit ich mich morgen nicht verirre. Das taten wir auch. Den linken Parkplatz fanden wir auch, aber kein linkes Zelt. Ich rief panisch Herrn Fuchs an, es war schon gegen 22.00 Uhr und glücklicherweise war der noch am Platz. Er lachte nur und sagte: "Keine Panik, das Zelt wird morgen früh erst aufgebaut."
Hach, Gott sei Dank.
Nun gut. Am nächsten Morgen war ich dann im linken Zelt, verbrachte dort ein paar Stunden bis irgendwann Dieter mit meinem Koffer vor mir stand nd mir sagte, er müsse sofort zurück nach Köln, seine Freundin habe ihn angerufen, sie hatte einen kleinen Unfall, läge aber im Krhs. Er müsse sie schon besuchen. Ich könnte jetzt mitkommen oder müsse allein da bleiben. Ich wünschte ihm alles Gute, und verstaute meinen Koffer im Zelt.
Herrn Fuchs lernte ich kennen, einen Thomas, der auch zum Komparsen-Filmteam gehörte, naja, ich war schon bekannt, bevor ich überhaupt ankam, da ich ja aus Köln war. :-) Mit dem ein oder anderen kam ich auch ins Gespräch, u.a. mit einem anderen Dieter, der mir auch anbot, mir beim Hotelsuchen zu helfen.
Dann ging es irgendwann endlich geschlossen zum Prater. Auch dort dauerte es noch eine ganze Weile, bis Bud Spencer endlich auftauchte, im Schlepptau Mikrofone, eine Traube Presseleute, und er ging so ganz gemütlich als wären die alle nicht da. :-) Ich kann mich an alle Einzelheiten der *Arbeit* gar nicht mehr so erinnern, außer daß ich nie erkennen konnte, worum es eigentlich ging in dem Film, alles völlig unzusammenhängend war, es ein paar Prügelszenen gab, Buddy in einen Achterbahnwagen steigen mußte, und sie die Vordersitze erst ausbauen mußten, damit er überhaupt reinpaßt. *lach! : :lol:
Obwohl er nie wirklich nah war, hörte ich sein Timbre immer aus allen Stimmen heraus, ohne daß er laut gewesen wäre. Wenn die Presse sich um ihn scharte, mischte ich mich dazwischen und fotografierte auch. Und da gab es einen kleinen Moment, wo ich dachte: Aaaaah.
Das war, als die Pressefotografen ihn umringten und ich mittendrin stand. Sein Blick schweifte umher, von links nach rechts und schaute in die Augen aller Leute. Kurz. Von einem zum anderen. Dann zu mir. Und zum nächsten. Und zurück zu mir!
Da war ein Erkennen. Die hab ich schon mal gesehen! Dann weiter. Da hat mein Herzchen den ersten kleinen Sprung gemacht. :-)
Naja, irgendwie ist dieser Tag vorbeigegangen. Der neue Dieter ging mit mir auf Hotelsuche und wollte mich anschließend durch Wien führen. Aber das ging nicht mit mir. Mit mir ging eigentlich gar nichts. Ich erklärte ihm, ich hätte keinen Raum, mir Wien anzuschauen, da ich ja jetzt ins Hilton Hotel müsse, um mich da einfach nur hinzusetzen. Naja, wir verabschiedeten uns dann bis morgen. :wink:
Ich also ins Hilton an die Rezeption.
"Entschuldigung, ist Bud Spencer hier?"
"Nein!"
"Vielleicht Carlo Pedersoli?"
"Nein!"
Ich schüttelte den Kopf und setzte mich irgendwo in die MItte all der Tische, bestellte was zu trinken und fühlte mich wohl, im gleichen Haus zu sitzen wie er. Ich wußte, er ist hier, und Hilton schützt seine Stars. Irgendwie so. Ist auch egal. :-)
Nachdem ich also so eine Stunde da gesessen hatte, entschied ich dann doch nach Hause ins Hotel zu gehen, mich auszuschlafen und morgen frisch *zur Arbeit* zu gehen. So erfreut bin ich ja noch nie zur *Arbeit* gegangen.
Und doch hatte ich den Drang, irgendwas von mir dazulassen. Ich ging also zur Rezeption und fragte, ob man den Gästen hier eine Nachricht zukommen lassen könne. Ja, meinte der und ich bat um ein Papier. Es gab vorgefertigte Blätter für solche Nachrichten, ich nahm eins entgegen und schrieb:
darüber, daß ich glücklich bin, hier sein zu dürfen, darüber, daß er genauso ist, wie ich ihn mir vorgestellt hätte, darüber, daß ich aus Köln gekommen wäre, um ihn zu sehen, daß ich wohl wisse, daß es ihn nicht sonderlich interessiere, ich aber doch das bedürfnis hätte ihm zu sagen, daß ich gott danke für diese schöne Zeit, und daß ich ihm ein langes, gesundes Leben wünsche.
Ich gebe diesen Zettel dem Rezeptionisten und sage: "Wenn also Bud Spencer doch mal vorbeikommen sollte, obwohl er nicht hier wohnt, dann geben Sie ihm bitte diesen Zettel."
Er nimmt den Zettel entgegen und weiß nicht, welchen Ausdruck er seinem Gesicht geben soll. Ich gehe zum Ausgang, öffne die Tür, drehe mich nochmal um und!
Sehe, wie Bud Spencer mit seiner Frau Hand in Hand den Aufzug herauskommt, Richtung Rezeption geht und der Rezeptionist guckt mich an, ich ihn und dann winke ich ihm, er solle den Zettel überreichen! Der KANN gar nicht anders! *lach!!!
Ich sehe also zu, wie Bud Spencer meinen Zettel in Empfang nimmt. Sehe, wie er stehenbleibt und ihn liest. Sehe, wie der Mensch vom Filmteam von der anderen Seite durch eine Tür kommt auf ihn (der, mit dem ich in München gesprochen hatte), sehe wie Bud Spencer ihm den Zettel gibt und sehe, wie dieser ihn auch liest. Dann reden sie. Ich gehe.
Auuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu weiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii.
Dann kommt der nächste Tag.
So also - nächster Tag.
Lief im Großen und Ganzen ganz normal, nichts besonderes geschah.
Aber es gab zwei Situationen, die erwähnenswert sind und die ich Euch erzählen will. :-)
Zuerst einmal gab es den Moment, wo Bud Spencer mit dem speziellen Filmteam-Menschen an der Gitterabsperrung der Achterbahn stand. Ich stand inmittten von den Komparsen vielleicht 20 Meter davon entfernt, aber es war schon so, egal wo ich war, ich hatte Buddy immer irgendwie im Blick. So natürlich auch diesmal. Ich sah, wie die beiden sich unterhielten und dann in meine Richtung schauten. Beide. Gefühlsmäßig schauten sie zu mir, aber ich dachte nur: Adelberger, bleib aufm Boden! - Ich meine, da waren ne Menge Menschen, das wäre ja eher sowas wie Wunschdenken, wenn ich tatsächlich glauben würde, das meine Mitteilung ihn dazu bewegt, herauszufinden, wer der Absender des Zettels war. Als hätte der nichts anderes zu tun! :-)
Jedenfalls irgendwann am Mittag kam dann der Bürgermeister von Wien. Wollte Bud Spencer die Ehre erweisen. Es gab wieder so eine Pressegeschichte, aber diesmal blieb ich davon entfernt. Nah genug, um meinen Buddy gut zu sehen, aber ich mischte mich nicht dazwischen, das war mir zuviel Rummel jetzt, das hatte ich ja schon zu Genüge gehabt, ich war ja auf der Suche nach der *Perle unserer Begegnung*, deswegen wollte ich da auch nichts drunter mehr nähren. Ja, das wußte ich genau, was ich wollte - und das war auch nicht etwas Arrogantes oder so, das war ein so tiefes Bedürfnis, dem mußte ich einfach folgen.
Dann geschah etwas Unglaubliches. Aber wenn Ihr versteht, das dieses tiefe Bedürfnis nach der *Perle* mich geleitet hat, werdet Ihr verstehen, was ich draus gemacht habe. ;-)
Ich beobachte also, wie Bud Spencer mit einem mir noch unbekannten Mann spricht, den losschickt, in meine Richtung!
Ich denke noch: Nee, ne?
Der Typ wurschtelt sich durch all die Leute vorbei und von der Richtung her liegt er immer noch auf meinem Weg. Dann macht er tatsächlich vor mit Halt, packt mich am Arm und sagt auf Englisch: " Kommen Sie mit. Sie bekommen ein Autogramm von Bud Spencer!" Der war immer noch umringt von der Presse. Ich schaute den an und sagte: "Nein! Ich will kein Autogramm!" Dem fiel der Kitt aus der Brille - mir irgendwo auch :lol:
Dann sagte er spontan: "Dann eben können Sie ein Foto machen!" Ich: "Nein! Meine Kamera ist so schlecht, und er sitzt da unter einem Baum mit Schatten. Das Foto wird eh nix." Dann schaute der mich an, ein paar Sekunden, fassungslos, drehte sich dann um und ging zurück. Direkt zu Bud Spencer zurück. Beugte sich zu dem Sitzenden herunter und sprach. Bud Spencer hörte zu und schüttelte den Kopf. Und ich dachte: "MEIN GOTT! Was muß DER jetzt von Dir denken!!!!"
Hoffentlich war ich jetzt nicht unten durch - ich hatte ja erreicht, was ich wollte. Das er mich wieder erkennt. Aber verdammt, wo sind wir denn? Schickt einen fremden Mann, mich zu holen! Und bietet mir ein Autogramm und ein Foto. Als Antwort auf meine Nachricht? Als wäre meine Nachricht nicht aus viel tieferen Schichten meiner Selbst entsprungen, als aus dem Wunsch nach einem Autogramm.
Ja, das waren Momente, da gingen mir solche Gedanken durch den Kopf. Unter aller Berücksichtigung aller Umstände. Ich wollte nicht schon wieder eine Sekundenbegegnung, die begleitet war von dem Bürgermeister und der Presse, was sollte das für eine *Begegnung* denn werden? Wieder eine Bedeutungslose? Nein, in dieser Situation würde das sogar das, was ich schon erleben durfte, noch kaputtmachen.
Nun gut, so ging dann auch dieser Tag zur Neige. Nichts weiter geschah, außer daß wir auch oft stundenlang mit Warten beschäftigt waren, Bud Spencer sich immer wieder mit Filmteam in seinen Riesenwohnwagen zurückzog und dort stundenlang verschwand. Ich war trotzdem glücklich. Einfach dieses Dabeisein, in seiner Nähe sein, whatsoever, es war ein Segen für mich.
Dann kam Thomas, einer vom Komparsen-Team, und erklärte mir, daß morgen der letzte Drehtag sei und man aber keine Frauen bräuchte, da auf einer Burg mit Mönchen gedreht würde. Mir fiel schon die Farbe aus dem Gesicht, aber Thomas fügte schnell hinzu: "Du darfst aber, wenn Du willst, einfach mitkommen!" "Ach! Danke!!!!", sagte ich erleichtert, und am nächsten Morgen um 7.00 Uhr trafen wir uns irgendwo vor dem Bus, der uns dann alle mitnahm zu der besagten Burg.
Meine letzte Chance für die Perle der Begegnung! Aber immerhin, an einem Tag konnte doch noch viel geschehen, oder?
Ok. Also wir fuhren mit dem Bus los und man muß sich das folgendermaßen vorstellen.
Wald, bergauf, dann kam ein großer Kieselparkplatz, auf dem stand Bud Spencers Riesenwohnwagen.
Dann ging noch ein Waldweg nach oben, und da kam die Burg. Vor der Burg war auch ein Platz, auf dem wurde dann gedreht.
Es war 40 Grad Hitze, der arme Buddy mußte die ganzen Stunden in einem schwarzen BMW verbringen, mit abgedunkelten Scheiben, und ich konnte ihn grad mal hinter den Scheiben so ausmachen.
Es wurde gedreht, neu gedreht und neu gedreht. Stunden vergingen. Dann mittendrin war eine Schulklasse unterwegs im Wald. Als die Bud Spencer sahen, sind die der Lehrerin abgehauen, mitten auf den Platz gestürmt aufs Auto zu, die Dreharbeiten wurden abgebrochen! *lach Bud Spencer kurbelte erst die Fensterscheiben hoch, dem gings glaub ich nicht gut in dem Wagen bei der Hitze. Aber die Kinder umringten seinen Wagen, aus der Nummer kam er nicht mehr raus. *lach
Er kurbelte also das Fenster wieder runter und gab Autogramme. Als der Zwischenfall vorbei war, wurden die Dreharbeiten wieder aufgenommen. Haha, das war schon lustig. Ich konnte die Kinder so gut verstehen und ich fühlte Freude über ihre Unbeschwertheit, mit der sie einfach auf ihn zurannten und ihn umringten. Das war einfach schön anzusehen!
Dann war wieder eine Pause. Er fuhr mit dem Wagen den Waldweg runter zu seinem Kieselparkplatz und ich dachte, ok, jetzt ich wieder Essenspause, der kommt in zwei Stunden wieder hoch. Ich gesellte mich zu den anderen, und wir bestellten was zu essen. Dann hörte ich: "Ja, das wars jetzt. Bud Spencer fliegt ja jetzt nach Italien zurück." Ich: "WAS????? Ich dachte, der kommt nochmal hoch!!!!" "Nein, für den sind die Dreharbeiten jetzt vorbei. Der fährt jetzt zurück."
Oh weh. Mir rutschte das Herz in die Hose. Ich dachte nur: "Jetzt oder nie!" Meine Erwartungen waren schon blitzschnell wieder runtergeschraubt, was ich wollte, war nur noch ein Foto von uns zusammen. Und ich mußte jetzt all meinen Todesmut zusammennehmen, runter zum Kieselparkplatz gehen und hoffen, daß er mich nicht wegschickt. Denn aus so vielen Berichten wußte ich ja, daß er Fanansammlungen nicht liebt, und daß der Parkplatz jetzt nicht für Besuche gedacht war, wußte ich wohl. Ich ließ also spontan Messer und Gabel fallen, zahlte, stand auf und ging den Waldweg Richtung Wohnwagen runter. Mann, hatte ich ne Angst! Ich dachte, wenn der irgendein falsches Wort sagt, bin ich hinüber. Wenn mich einer wegschickt, bin ich hinüber. Und mit einem Riesengegenwind ging ich weiter.
Plötzlich kam er in seinem BMW wieder hochgefahren, fuhr an mir vorbei und winkte. Ich dachte nur: "Oh nein! Das wars. Diesen Mut habe ich nicht nochmal. Alles vorbei."
Plötzlich, nachdem er so 10 Meter weitergefahren war, bremste er. Hinterließ eine Staubwolke! :-)
Und blieb stehen! Schaute weiter gerade aus, den Ellbogen aus dem Fenster gelehnt und wartete.
Ich drehte mich um, gab es hier noch jemanden, außer mir? Nein. Der meint MICH! Oh Gott.
Ich gehe also zum Wagen hin, stehe am Fenster, er schaut mich an und sagt: "Bist Du das Mädchen von Köln?"
Ich sage: "Ja."
Dieser Mann lächelt mich soooo liebevoll an, streichelt mir dann die Wange und sagt nichts weiter.
Aus mir bricht es heraus:" Können wir noch ein Foto zusammen machen? Ich war doch schon in München, und das eine Foto war nichts und die anderen waren zu dunkel, da konnte man auch nichts sehen."
Er nickt mir zu und sagt: "Ja, das machen wir. Ich bin gerade angerufen worden, ich muß nochmal eine Szene drehen, bin aber gleich fertig. Das dauert nicht lang. Dann fahre ich runter zum Wohnwagen, da wartest Du jetzt auf mich. Dann machen wir die Fotos."
Ich sage "Danke" und er fährt los.
Ja, sagt mal!!!!!! DANKE!!!! Ohne seine Hilfe hätte ich das jetzt nie wieder hingekriegt!!! Und daß er DAS gemacht hat, ist unglaublich! Ich fasse es nicht. WAS FÜR EIN MENSCH! Na, wenn DER es nicht wert ist, Fans zu haben, geliebt zu werden, verehrt zu werden, dann weiß ich auch nicht! Was in mir vorging, kann ich keinem sagen!
Ich ging also runter zum Kieselparkplatz. Auf dem Weg kam mir schon ein Mensch entgegen, der mir bedeutete: "Hier ist verbotene Area!" Na, als wenn ich DAS nicht gewußt hätte!
Ich sagte: "Bud Spencer hat mir gerade eben selbst gesagt, ich sollte hier unten auf ihn warten!"
Der schaute mich ungläubig an und meinte: "Dann aber auf eigene Gefahr!"
Als ich dann unten stand, hatte ich schon wieder Angst. Ich dachte, meine Güte, wenn der sich daran jetzt nicht mehr erinnert und sich total gestört fühlt, ich hatte echt Angst um mein Herz, denn ich wußte, der könnte mir so was von weh tun, davon würde ich mich nur schwer erholen können.
Es dauerte auch nicht lang, da sah ich den BMW wieder runterfahren. Er stieg dann aus, kam so auf mich zu, als wären wir alte Freunde, lächelte und sagte: "So, jetzt machen wir die Fotos!"
Er umarmte mich direkt, und ich sagte noch: "Moment!" Suchte mir einen aus seinem Filmteam aus und gab ihm meine Kamera. Dann sah ich, wir standen voll gegen die Sonne. Nein, also jetzt nochmal ein versautes Bild, das ging auf keinen Fall. Also erklärte ich ihm, das wir nicht gut stehen würden und schob ihn hin und her. Der allerliebste Brummbär ließ auch alles mit sich machen. ;-) Irgendwann hatte ich dann die richtige Position und es ging los.
Ich umarmte ihn um die Hüfte und ich erinnere noch, daß ich nicht mal bis zur Hüfte gelangen konnte, da er soooo breit ist! :-)))
Er zwickte mich dann voll in die Seite, worauf ich zu ihm aufschaute. Und klick, in diesem Moment machte der gerade das Foto. Ich fragte: "Once more?" Er brummte: "Once more." Wir machten DREI Fotos. Nach dem dritten Foto beugte er sich zu mir runter und gab mir Küßchen rechts und links, gab mir die Hand und sagte: "Thank you."
Dann ging er in den Wohnwagen.
Ich dachte noch, ok, der kommt ja wieder raus, Du bleibst hier, bis er fährt. 15 Minuten später höre ich ihn im Wohnwagen meinen Namen rufen!!!! Ich gehe zum Wohnwagen, er hält mir einen Stift entgegen und sagt: "Schreibe Deine Adresse auf!"
Ich frage nach einem Blatt Papier, er wuselt drinnen rum und gibt mir Papier. Ich kann aber nicht schreiben, habe keine Unterlage, versuche es an der Wand vom Wohnwagen, aber der Kuli geht nicht. Ich gehe langsam die Stufen hoch und rein, sage: "Ich brauche eine Unterlage zum Schreiben." und gehe auf den Tisch zu, an dem er jetzt auch sitzt. Als ich das Blatt auf den Tisch lege und schreiben will, zittern meine Hände dermaßen, daß ich in der Tat und wahrhaftig NICHTS schreiben KANN. Ich sage: "Oh mein Gott. Ich bin so aufgeregt, ich kann nicht schreiben!" Er: "Warum? Ich bin ganz normal!"
Ich: "Ja, ich weiß. Aber ich kann es trotzdem nicht!" Er lacht und wartet, bis ich mich beruhigt habe. Dann schreibe ich meine Adresse auf. Er nimmt den Zettel, hält ihn sich ganz nah vor die Augen, da er keine Brille an hat, und sagt: "Ich rufe Dich dann mal an, wenn ich nach Deutschland komme." Ich reiße ihm den Zettel aus der Hand und sage: "DANN muß ich auch meine Telefonnummer aufschreiben!" Dann gebe ich ihm den Zettel wieder, er liest die Nummer vor, und sagt: "Danke."
Ich stehe auf und verlasse den Wohnwagen. Warte draußen weiter.
Dann höre ich aus dem Wohnwagen wieder meinen Namen rufen!!!! Ich gehe also wieder hin, diesmal hält mir ein Filmteam-Mensch ein Autogramm hin und sagt: "Für Dich!" Ich bedanke mich und schaue es mir an. Es ist eines, wo er noch sehr jung war, schwarz weiß, drauf steht: "For Martina. Belissima. Bud Spencer."
Niranjana ist ein spiritueller Name, den hatte ich da noch nicht.
Ja, und dann endlich kam er aus dem Wagen raus, kam sofort wieder auf mich zu, umarmte mich zum Abschied, gab nochmal Küßchen rechts und links, stieg dann in den Wagen ein, und winkte. Ich winkte. Er winkte. Ich winkte. Von dem sich entfernenden Auto habe ich dann noch zwei oder drei Fotos gemacht, dazwishcen kam ich ja zu nichts. ;-)
Und am Ende kann ich Gott danken, denn ich habe meine Perle der Begegnung bekommen!!!
Danach konnte ich zwei Monate nicht mehr richtig schlafen, weil ich soooo glücklich war und davon träumte, daß irgendwann das Telefon klingeln würde, weil er in Deutschland war. Aber im tiefen Inneren habe ich gewußt, das dies nie geschehen würde. Und trotzdem war es dadurch einfach kein Abschied. Es war wie: "Wir sehen uns wieder."
Naja, und vielleicht geschieht das ja auch noch in diesem Leben, bevor er geht. Das wäre wirklich sehr schön.
Ja, das war meine Geschichte. :-))

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Nr. Jahr Filmname Rollenname Synchronsprecher Bild
1. 1988 Big Man - Der Tod fährt Achterbahn Gast im Prater  
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