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Vittorio De Sica
geboren: 07.07.1902 in Sora, Italien
verstorben: 13.11.1974 in Neuilly-sur-Seine, Frankreich
Biografie

Vittoria De Sica wurde am 07.07.1901 in dem kleinen Städtchen Sora in der Provinz Latium geboren. Sein Vater Umberto arbeitete als Banker, seine Mutter Teresa war Hausfrau. Vittorio sagte später über seine Kindheit, dass seine Familie in tragischer und aristokratischer Armut lebte. Im Jahr 1914 zog die Familie schließlich nach Neapel, der Heimatstadt seiner Mutter. Dort blieben sie allerdings nicht lange, denn der Ausbruch des ersten Weltkrieges führte die Familie nach Florenz. Hier stand Vittorio mit 15 Jahren zum ersten Mal auf einer Theaterbühne, denn er spielte als Laiendarsteller in kleinen Vorstellungen für verwundete Soldaten in den Lazaretten. Auf Wunsch seines Vaters machte Vittorio schließlich eine Ausbildung zum Buchhalter. Während dieser Ausbildung hatte er dann seine erste Begegnung mit dem Kino, denn 1917 bekam er eine kleine Rolle in dem von Giancarlo Saccon inszenierten Stummfilm "Il processo Clemenceau". Dennoch schloss er zunächst seine Ausbildung ab, bevor er sich 1924 der Theatergruppe von Tatiana Pavlova anschloss. Beim Theater hatte er schnell einige Erfolge und so gründete er 1933 zusammen mit Giuditta Rissone, die er 1937 auch heiratete, eine eigene Theatergruppe. In dieser Gruppe und mit seinen Kinofilmen der 30er Jahre erarbeitete er sich das Image als jugendlicher Frauenliebling und wurde so zu einem der populärsten Schauspieler der 30er Jahre. Im Jahr 1940 gab De Sica schließlich sein Regiedebut mit dem Film "Rose scarlatte", den er an der Seite des zukünftigen Schwiegervaters von Carlo Pedersoli und späteren Erfolgsproduzenten Giuseppe Amato inszenierte. 1942 trennte er sich schließlich von seiner Ehefrau und lebte fortan mit María Mercader zusammen, die er 1968 heiratete. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wurde Vittorio De Sica zu einem der bedeutesten Filmemacher der Nachkriegszeit. So wurde beispielsweise sein 1946 veröffentlichter Film "Schuhputzer" mit einem Ehrenoscar für einen hochqualitativen Spielfilm aus einem kriegszerstörten Land ausgezeichnet, einen Erfolg, den er im Jahre 1948 noch einmal wiederholte, als sein Film "Fahrraddiebe" einen Ehrenoscar als bester fremdsprachiger Film bekam. Um seine Filme finanzieren zu können spielte De Sica auch immer wieder in Filmen anderer Regisseure mit. 1957 wurde ihm schließlich eine Nebenrolle in der Hollywoodproduktion "In einem anderen Land" angeboten. Für die Darstellung des Majors Alessandro Rinaldi wurde er für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert. Diesen gewann er allerdings nicht, dafür gewann sein 1963 inszenierter Film "Gestern, heute und morgen" mit Sophia Loren und Marcello Mastroianni erneut den Oscar als bester fremdsprachiger Film. Dieses Kunststück gelang ihn dann im Jahre 1970 ein weiteres Mal mit dem Film "Der Garten der Finzi Contini".
Vittorio De Sica hatte drei Kinder, eine Tochter mit seiner ersten Frau und zwei Söhne mit seiner zweiten Frau. Er starb am 13. November 1974 in Neuilly-sur-Seine bei Paris an den Folgen einer Krebs-Operation.

Weiterführende Links:
Internet Movie Database

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Filmliste
Nr. Jahr Filmname Rollenname Synchronsprecher Bild
1. 1953 Römischer Reigen
(3. Episode)
Rechtsanwalt Arturo Cavazzuti Curt Ackermann 
2. 1957 In einem andern Land Major Alessandro 'Rini' Rinaldi Curt Ackermann 
3. 1958 Anna von Brooklyn Don Luigi, Don Louis Klaus Werner Krause 
4. 1961 Aladins Abenteuer Flaschengeist Walter Suessenguth 
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Weitere Mitwirkungen
 
Musik
Jahr Titel Kommentar
1958 Anna von BrooklynMusiche di

Regie
Jahr Titel Kommentar
1958 Anna von BrooklynSupervisione alla regia
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